Dark Romance Blog vom 20.12.2025 - 31.12.2025
Teil 1
Ein Morgen wie im Bilderbuch. Vom Wecker wurde ich aus meinen Träumen gerissen, die jetzt nicht unbedingt so waren als würde ich mich noch genau daran erinnern. Etwas genervt vom Wecker und dem tristen Blick aus dem Fenster bewege mich langsam aus dem Bett. Am Fenster laufen die Regentropfen herunter und tropfen auf die äußere Fensterbank aus Metall. Ein nerviges Geräusch was mich morgens direkt mit schlechter Stimmung versorgt. Rein in die Arbeitssachen und noch eine Runde übers Klo und dann mit halb verschlafenen Augen die Kaffeemaschine angedrückt. Noch ist der Morgen gerade bei der sechs Uhr Marke in den Startlöchern und mein Handy gibt diesen nervigen Ton einer Nachricht von sich. Ach ja mein, sagen wir mal Freundschaft Plus Beziehung wünscht mir einen schönen Tag und fragt wann wir uns wieder Treffen. Treffen mit ihr bedeutet eigentlich nur ein gemeinsamer Besuch des Bettes und allem was dazu gehört. Vielleicht ist es auch manchmal mehr wenn ich ihr die Arme mit einem Seidentuch am Bettgestell fest mache. Umgekehrt hatten wir das auch schon und kamen beide auf unsere Kosten. Wild und hemmungslos bezeichnet sie diese Treffen. Ungerne lasse ich sie warten mit einer Antwort und das nächste Sextreffen schlage ich für Donnerstag vor. Drei Tage habe ich bis dahin und mein Kaffee füllt die Tasse. Jacke an und Tasse in der Hand ab ins Firmenauto. Mein Job recht langweilig da ich nur für die Verwaltung von Immobilien zuständig bin. Selbständig, klingt toll aber man hat viele Probleme und nervige Kunden. Dieser morgen ist auch so einer den man eigentlich nicht braucht und jede Zeile darüber eigentlich nur sinnlos ist. Mein erster Termin, meine absolute Lieblingskundin was ironisch gemeint ist. Zugegeben sie ist ein echt heißes Gerät und etwas gespenstisch. Im knappen Mini aber Businesslook trägt sie immer einen langen schwarzen Ledermantel. Ihr Gesicht ist perfekt geschminkt und ihre langen Blonden Haare trägt sie immer im Zopf. Sie ist verdammt genau denn ihr gehören einige Immobilien die ich verwalte. Sie kommt sofort auf den Punkt und duldet weder Kostensteigerungen noch Unpünktlichkeit. Ihr Mann ist lange weg und immer wieder erzählt sie mir, dass wir ein tolles Team wären und das was man so um jemanden zu gefallen erzählt. Es ist nicht so, dass sie nur eine Geschäftsfrau ist für mich denn ich bin einmal bereits mit ihr etwas weiter gegangen. Eine ungewöhnliche Erfahrung die für mich sureal war. Mitten in einer neu zu vermietenden Wohnung überraschte sie ich, drängte mich in die Ecke des leeren Wohnzimmers das nur noch mit einem Sofa vom ehemaligen Mieter bestückt war. Ihre Stimme war rau und hatte eigentlich nichts erotisches und trotzdem gab ich meinen männlichen Gelüsten nach. Wir hatten Sex. Sex? War es das wirklich? Sie zog nur den Rock ein wenig hoch und an der Wand durfte ich sie nehmen ohne das sie irgendwo ein bisschen Haut zeigte geschweige denn das ich gemerkt hätte, dass sie bei der Sache war. Kaum fertig, hauchte sie mir den Satz ins Ohr „Du wirst besser werden müssen“ Na ja nicht unbedingt das was einen dann wirklich etwas männlich erscheinen lässt. Sie verlor sonst kein Wort darüber und ob wir nun was hatten oder dabei waren oder danach sie war gleich. Emotional würde ich sagen tot. Nun gerade bei einem ihrer Neu erworbenen Häuser angekommen, meinen Morgen noch in den Knochen stehe ich nun vor einem Haus mitten im Nirgendwo. Kühl wie immer aber trotzdem freundlich geht sie mit mir ins Haus, wenn man es so nennen kann. Das Haus muss Jahre leer stehen, eine ehemalige Villa im Wald. Natursteinmauern und Dickicht als Garten. Hier war vielleicht mal ein Gärtner und bei dem Anblick des Gebäudes frage ich mich wer war da der Mörder vom Eigentümer? Der Gärtner? Persönlich fühle ich mich nicht wohl in diesem Schandfleck und sie fängt an mir zu erklären was ich alles organisieren soll. Mein Block füllt sich Seite für Seite und ich sehe die Geldscheine dabei nur so weg fliegen. Wir stehen an einem leeren Pool mit Moos und Unkraut, kaputte Scheiben liegen auf dem Boden und sie erzählt mir was von neuem Glanz. Für mich alles sehr absurd und auch wenn ich kein Fachmann bin vom Bau kann ich die Kosten als extrem hoch bezeichnen. Mit Abschluss unseres Termins, ihrer gewohnten kühlen Art ruft sie mir auf dem Weg zum Auto zu „Kümmere dich drum als wenn es dir gehören würde du wirst es vielleicht lieben lernen“ Etwas verdutzt steige ich in meinen Wagen, der auch keine Schönheit ist aber wenigstens zuverlässig. Sie lädt einen Sack aus dem Auto und wirft ihn aufs Grundstück. Ein kurzer Moment indem ihr Mantel verrutscht und ich ihren Arm sehen kann der zu meiner Verwunderung tätowiert ist. Für mich eine neue Seite. Für mich geht es weiter zum nächsten Kunden einem netten älteren Herren. Meine Gedanken sind trotzdem bei der Frau und ich frage mich was ihr Satz heißen sollte.